Nahrungsangebot
Der spezifische Charakter des Waldes mit Eicheln, Bucheckern, frischen Trieben und Knospen gewährleistet ein hohes Nahrungsangebot für Rehwild und Schwarzwild. Die Lebendgewichte der Frischlinge (erstes Lebensjahr) gehen bis zu 40 kg, die der Überläufer (zweites Lebensjahr) bis zu 75 kg. Der größte Keiler in unserem Jagdgebiet hatte 2013 ein Gewicht von 105 kg und 2014 von immerhin 90 kg. Beim Rehwild sind Lebendgewichte von 20 – 25 kg die Regel. Der stärkste Bock 2014 hatte ein Lebendgewicht von 30,5 kg. Der hohe Unterholzanteil und das Fehlen von Straßen im Jagdrevier gewährleisten den Tieren viel Ruhe und die Möglichkeit des Rückzuges. Es gibt im Revier keine Felder. Daraus resultieren hohe Nachwuchsraten.
Hygiene
Beim Aufbrechen und Zerwirken der Tiere wird höchstes Augenmerk auf hygienische Belange gelegt. Die Wildkammer wurde vom Kreisveterinäramt abgenommen und ist zertifiziert.
Was unterscheidet Wildfleisch aus der Natur von Wildfleisch aus Gatterhaltung?
Freilebende Wildtiere ernähren sich 100%ig natürlich von wilden Kräutern, Knospen, Eicheln, Kastanien, Insekten und anderen im Wald befindlichen wildtypischen Nahrungsmitteln. Freilebende Tiere leben allein oder in kleinen Familienverbänden. Gatterwild dagegen muss mit Zusatzfutter, welches in der Zusammensetzung nicht dem natürlichen Nahrungsangebot entsprechen kann, versorgt werden. Die unnatürlich großen Tierverbände in Gattern sind eher von Krankheiten gefährdet als freilebende Wildtiere.
In Abhängigkeit von den Schonzeiten und dem Jagderfolg verkaufen wir ständig frisches Wildfleisch vom Rehwild und vom Schwarzwild. Wenige Tage nach der Jagd und dem Zerwirken wird das Fleisch vakuumiert und ist dann mehrere Monate tiefgefroren erhältlich.